Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder
Kindergärten, Horte und Krabbelstuben
 
 KINDERGÄRTEN UND HORTE

Kinder sind unsere Zukunft

Unter dieses Motto hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ihre Leitlinien gestellt. Die Überschrift ist mit Bedacht gewählt. Denn Wissen und Erfahrung an die nächste Generation zu vermitteln, das sichert die Zukunft. Dies gilt im Großen wie im Kleinen. Sowohl in der Gesellschaft als auch in der Familie sollten die Kinder im Mittelpunkt stehen. Da ist es nur konsequent, dass der evangelischen Kirche in Frankfurt die Arbeit mit Kindern viel wert ist. Die Kindertagesstätten sind Teil der Gemeinden. Jede Einrichtung hat deshalb ihr ganz eigenes Profil mit unterschiedlichen Angeboten. Mit Öffnungszeiten, Mittagessen, Ganztagsbetreuung oder anderen zusätzlichen Leistungen reagieren die Kindertagesstätten auf die Wünsche der Eltern vor Ort. Im Kindergartenausschuss der Kirchengemeinden, in dem der Kirchenvorstand ebenso wie Eltern und Erzieherinnen sitzen, ist das Mitspracherecht der Eltern fest verankert. Die Kindertagesstätte hat heute viele Funktionen. Natürlich sind hier die Kleinen während der Berufstätigkeit der Eltern einfach gut aufgehoben. Eltern wissen aber auch, welche erzieherische Leistung die Kindertagesstätten tagtäglich erbringen.

Integration ist Alltag

Kinder können brutal sein. Sagt man. Stimmt irgendwie auch. Aber nur irgendwie. Sie sprechen einfach aus, was viele Erwachsene denken und sich nicht trauen zu sagen. Insofern sind Kinder weniger brutal als ehrlich. Und so benennen sie deutlich auch Behinderungen anderer Kinder. Doch das ist kein Problem.
In Kindertagesstätten, in denen auch Kinder mit Behinderungen aufgenommen werden, ist das Miteinander eben Alltag. Selbstverständlich bedarf es hierzu besonderer Maßnahmen. Entsprechend der Behinderung und der Zahl der Kinder mit Behinderungen werden Personalkapazitäten geschaffen, wird die Mitarbeiterschaft durch Fortbildung qualifiziert und die Elternschaft vorbereitet. In allen Stadtteilen gibt es Kindertagesstätten mit Integrationserfahrung. Die gemachten Erfahrungen zeigen eines: Dort, wo Kinder mit und ohne Behinderung zusammenleben, gewinnen alle.
Auswählen und Anmelden

Jede Kindertagesstätte ist anders. Die Einrichtungen haben unterschiedliche Konzepte, sie sind in unterschiedlichen Gebäuden und Stadtteilen, in ihnen leben unterschiedliche Menschen, die mit ihren Fähigkeiten eine Kindertagesstätte in besonderer Weise prägen. Darum hat jede Kindertagesstätte ihre eigene Atmosphäre und die kann man bei einem ausführlichen Besuch förmlich schnuppern.

Darum: Vor der Anmeldung sollten möglichst beide Eltern die Kindertagesstätte besuchen. Sollte der Partner, die Partnerin, verhindert sein, nehmen Sie ruhig eine zweite Person, eine Freundin oder die Oma mit, mit der Sie die Eindrücke im Nachhinein gemeinsam besprechen und beurteilen können. Die Leiter und Leiterinnen stehen nach telefonischer Terminabsprache für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung. In der Regel haben die Kindertagesstätten eine Konzeption erarbeitet, die sie gerne an die Eltern aushändigen. Sprechen Sie bei der Besichtigung ruhig andere Eltern an. Alle haben einst die Tour durch die Kindergärten des Stadtteils gemacht.
Erste Schritte in die Selbstständigkeit

Der erste Kindergartentag ist etwas besonderes. Für Eltern und Kinder. Bekommt doch hier der lange Weg in die Selbstständigkeit eine neue Dimension. Der Kindergarten als neues „Zuhause“ kommt hinzu. Neue Erfahrungen können gesammelt, neue Freundschaften geschlossen und vieles gelernt werden. Aber es ist natürlich auch eine Form von Trennung. Der Trennung von den Eltern. Übrigens fällt denen die Trennung auch nicht leichter. Die Kindertagesstätten wollen diesen Übergang in der Eingewöhnungsphase sanfter gestalten. Der Kindergartenbesuch ist in den ersten Tagen nur kurz, die Eltern halten sich in der Tagesstätte auf. Niemand, weder Eltern noch Erzieherinnen, drängt das Kind, sich von seiner vertrauten Person zu entfernen oder an Gruppenaktivitäten teilzunehmen. Das Kind kann sich „vom sicheren Hafen“ dem Geschehen in der Kindertagesstätte nähern. Langsam wird die Verweildauer im Kindergarten gesteigert. Der Ablauf wird mit den Eltern abgesprochen.
 KRABBELSTUBEN

Kinder brauchen Zeit

Kinder sollen Raum und Zeit haben, um sich zu entwickeln, so werden sie weder über- noch unterfordert. Dieser Überzeugung war die Kinderärztin Emmi Pikler, an deren pädagogischen Ansatz sich die Krabbelstuben des Diakonischen Werkes orientieren. Kindern soll Zeit für ihre Entwicklung gegeben werden.

Nach Emmi Pikler macht ein Säugling und ein Kleinkind die Mehrzahl seiner sozialen Erfahrungen während er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Sie widmete deshalb der Qualität des Umgangs mit dem Kind ihre Hauptaufmerksamkeit. Wenn dieser von liebevollem Respekt bestimmt wird, fühlt sich das Kind aufgehoben und geliebt. Den Kindern wird erklärt, was die Erzieherin gerade macht und vor hat. Die Pflege als Kommunikation ist ein wichtiges Grundprinzip Piklers.

Kinder brauchen Freiraum

Kleinkinder treffen in den Krabbelstuben auf einfaches aber kreatives (Spiel)Material und eine vorbereitete Umgebung, die der Fantasie und dem natürlichen Bewegungsdrang Raum lassen. Grob- und Feinmotorik werden dadurch ebenso gefördert wie die Entwicklung des Gehirns. Die Krabbelstube bietet ein Umfeld frei von Druck und Konkurrenz - auch für die Eltern. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und entwickelt entsprechend eigene Fähigkeiten. Während eines schneller sprechen lernt, fällt einem anderen die Koordination von Bewegung leichter.

Kinder brauchen Religion

Auch wenn die Krabbelstuben Einrichtungen der evangelischen Kirche sind, stehen sie doch Kindern aller Religionen und Weltanschauungen offen. Altersgemäß kommt die christliche Tradition beispielsweise in Form von Geschichten zu Wort. Auch werden christliche Feste des Kirchenjahres gefeiert.

Kinder brauchen verlässliche Betreuung

Die Kinder werden von besonders geschulten Erzieherinnen betreut. Jede Einrichtung verfügt über eine Hauswirtschaftskraft. Beim Essen orientiert sich die Krabbelstube am Entwicklungsstand der Kinder und an den familiären Gewohnheiten. Älteren Kindern wird auch Frisch kost angeboten. Die Ausgestaltung der Räume und die Gestaltung des Außengeländes entsprechen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Förderung der kognitiven Fähigkeiten und werden dem Bewegungs- und Entdeckungsdrang der Kinder gerecht.

Die Stadt braucht Diakonie

Träger der Krabbelstuben ist das Diakonische Werk für Frankfurt am Main des Evangelischen Regionalverbandes. Im Diakonischen Werk ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirche gebündelt. Diakonie leitet sich ab vom griechischen Wort für „Dienst“. Die Ursprünge der Kinderarbeit vor gut 150 Jahren waren geprägt vom Dienst an den verwahrlosten Kindern. Allerdings ging es nicht nur darum Kinder zu sättigen, sondern schon damals wurde das soziale Engagement durch Bildungsangebote ergänzt. In dieser Tradition stehen auch die evangelischen Krabbelstuben. Sie sind dem Bildungsauftrag verpflichtet.
 EVANGELISCHES INTERNETANGEBOT FÜR KINDER

Bibelgeschichten . . .

Bibelgeschichten, Spiele und vieles mehr finden Kinder in einem neuen Internetangebot. Grundschulkinder sollen hier spielerisch den Kirchenraum und den christlichen Glauben kennen lernen. www.kirche-entdecken.de

Kirchen gibt es in jedem Dorf und jeder Stadt. Entdecke ihre Geheimnisse! Erkunde die Kellerräume oder steig aufs Dach, um dir den Sternenhimmel anzuschauen. Mach Musik an der Orgel oder begib dich auf eine spannende Zeitreise. Ich werde Dich auf Deiner Entdeckungsreise begleiten.

Das Internet-ABC . . .

Das Internet-ABC ist eine "werbefreie" Plattform für den Einstieg ins Internet. Hier finden Kinder, Eltern und Pädagogen Tipps für den sicheren Umgang mit dem Internet. Sie werden umfassend und leicht verständlich über alles Wichtige zum Internet wie beispielsweise zu Suchmaschinen, E-Mails, Chat, E-Commerce, Computerspiele, Hotlines, Filtersoftware usw. informiert.

Internet-ABC: Das Portal für Eltern und Kinder ist ein Projekt der Landesanstalt für Medien NRW. www.internet-abc.de